Was macht einen guten Pferdetherapeuten aus?


Ohne jede Frage misst sich die Qualität eines Pferdetherapeuten an der Fähigkeit, seinem tierischen Patienten helfen zu können. Aber welche Fähigkeiten benötigt man dazu? Jeder Therapeut findet über die Zeit seinen Weg, in einer Ausbildung jedoch ist immer die Zeit ein reglementierender Faktor. Ab einer gewissen Auffächerung in verschiedene Behandlungsmethoden erhält man zwar ein breit gefächertes Fachwissen, der Behandlungserfolg im realen Leben bleibt jedoch aus, weil man in keiner Methode die notwendige Routine entwickelt hat.

Bitte mit Gefühl:
In unserer Ausbildung fokussieren wir uns klar auf die Fähigkeiten, die unserer Meinung nach einen guten Osteopathen oder Manualtherapeuten ausmachen: Die Fähigkeit mit der Hand zu fühlen, das Gewebe und Strukturen des Pferdes zu untersuchen und zu beeinflussen. Die Hand ist das wichtigste Untersuchungsinstrument und gleichzeitig Therapiewerkzeug, welches man als Therapeut hat. Dies kann kein Gerät der Welt ersetzen.

Die Entwicklung dieser Fähigkeit benötigt Zeit und muss gefördert werden. Es ist kein Programmpunkt innerhalb eines Wochenendes, sondern zieht sich von Anfang bis Ende durch die Ausbildung. Aus diesem Grunde verzichten wir auch auf den Einsatz von Geräten wie Laser, Magnetfeld oder Strom.

Unser Augenmerk liegt klar in der Schulung der eigenen Fähigkeiten und nicht in der Geschicklichkeit, Hilfsmittel und Geräte anzuwenden. Nur eine fühlende Hand, weiß, wo man Geräte anzuwenden hat. Weiteres zu unseren bevorzugten Behandlungsmethoden könnt ihr HIER lesen. Wir nutzen die Zeit an den Wochenenden, um einen Intensitätsgrad an ausgesuchten Behandlungsmethoden zu erreichen, die einen im Behandlungsalltag wirklich weiterhelfen. Wir verzichten auf Inhalte, die man aufgrund der Zeit lediglich anreißen könnte, aber in der mangelnden Intensität keinen Mehrwert in im realen Behandlungsleben darstellen. Dies sind für uns alles Lückenfüller, die nur dazu gut sind, eine umfassende Ausbildung auf dem Papier vorzugaukeln.

Das tiefgehende Verständnis für das Pferd:
Auch das stupide auswendig lernen jedes einzelnen Muskels inkl. lateinischer Namen sowie den genauen Ansätzen und Ursprüngen macht ohne jeden Kontext keinerlei Sinn. Fragt mal einen Osteopathen draußen im Feld, wie sehr das bei der Arbeit hilft. Die Antwort nehmen wir mal vorweg: Keinen!

Das ist auch nicht verwunderlich, denn ein Pferd funktioniert nicht aufgrund seiner Einzelmuskeln. Es funktioniert im Gesamten, in übergeordneten Ketten je nach Gangart und Bewegungsphase. Gerade in den letzten Jahren hat die Wissenschaft immense Entwicklungen gemacht, und wir sind bei der Neugestaltung der Inhalte in der glücklichen Lage, unsere Scripte auf den neuesten Stand bringen zu können, und sind nicht gezwungen mit veralteten Denkweisen arbeiten zu müssen.

Wir möchten Therapeuten hervorbringen, die ein übergeordnetes Verständnis für das Pferd in Form und Bewegung haben und keine Absolventen, die bewiesen haben, wie fleißigg sie auswendig lernen konnten. Unsere Lernstruktur ist auf diese Funktionszusammenhänge ausgerichtet, nicht auf die einzelnen Puzzleteile, die man dann nach der Ausbildung langsam selbst sortieren muss. Näheres dazu findet ihr im "Arthron-Konzept".

 

Der gute Therapeut benötigt Hand, Hirn und Auge.