💬 Warum es uns gibt – Eine Ausbildung, die wir selbst gerne erlebt hätten

Erst im beruflichen Alltag zeigt sich, welche Inhalte wirklich tragen – und welche man vielleicht anders oder intensiver gebraucht hätte. Diese Erfahrungen haben uns inspiriert, eine Ausbildung zu gestalten, die praxisnah, durchdacht und wirklich alltagstauglich ist.

Wir haben viele Kolleginnen und Kollegen befragt und unsere eigenen Erlebnisse aus unterschiedlichen Ausbildungsstätten mit einfließen lassen. Daraus ist ein Konzept entstanden, das wir uns selbst zu Beginn unserer Laufbahn gewünscht hätten – fundiert, greifbar und ehrlich am Pferd orientiert.


Was wir nicht unterrichten

In der Bewegungstherapie gibt es großartiges Equipment – doch was nützt es, wenn es weder transportabel ist noch beim Kunden vor Ort zur Verfügung steht?

Gerade in der Praxis zeigt sich: Vieles ist zu aufwendig oder zu teuer, um es beim Training dauerhaft einzusetzen. Wippen oder ähnliche Hilfsmittel sind selten vorhanden, und selbst wenn man sie mitbringt – was bleibt, wenn man sie wieder mitnimmt?

Deshalb arbeiten wir überwiegend ohne Hilfsmittel oder mit einfachen, kostengünstigen Materialien, die sich jeder Kunde problemlos selbst anschaffen kann. So bleibt die Therapie realitätsnah, wirksam und nachhaltig umsetzbar.
Therapiegeräte – kein Muss zu Beginn der Tätigkeit

Teure Therapiegeräte machen zu Beginn der eigenen Tätigkeit weder finanziell noch therapeutisch Sinn.

Laser, Magnetfeld, Strom & Co. sind hervorragende Instrumente, wenn sie gezielt und mit Erfahrung eingesetzt werden. Doch hochwertige Geräte liegen preislich meist ab etwa 2.000 € aufwärts. Aus unternehmerischer Sicht sollte eine solche Investition erst aus erwirtschafteten Gewinnen erfolgen – nicht im Voraus.

Zu Beginn der Laufbahn weiß man in der Regel noch gar nicht, welches Gerät tatsächlich gebraucht wird. Ohne klaren Kundenstamm und Praxiserfahrung bleibt der Einsatz oft vage. Viele Berufseinsteiger haben früh viel Geld investiert – und die Geräte später kaum genutzt.

Ein gutes Gerät ersetzt keine therapeutischen Fähigkeiten. Manchmal verführt es sogar dazu, passiver zu arbeiten: „Decke drauf und abwarten“ – das ist nicht unser Weg.

Unser Tipp: Konzentriert euch in den ersten Jahren auf die Arbeit mit den Händen – auf Wahrnehmung, Technik und Verständnis des Körpers. Wenn sich später zeigt, dass ein Gerät sinnvoll ist, investiert bewusst aus euren Rücklagen und besucht fundierte, mehrtägige Fortbildungen dazu.
Lange Hebeltechniken

Vielleicht kennt ihr solche Szenen aus Medien – kraftvolle, ruckartige Hebel an Gliedmaßen oder am Hals. Auch wenn diese Techniken kurzfristig wirken können, sind sie mit einem erhöhten Risiko für Verletzungen verbunden. Ohne vorherige Untersuchung (z. B. Röntgen/Ultraschall durch eine Tierärztin/einen Tierarzt) können vorhandene Vorschäden übersehen und verschlimmert werden. Im schlimmsten Fall können dadurch schwerwiegende Folgen entstehen. Aus Verantwortung gegenüber Mensch und Tier lehren wir solche Methoden an unserer Schule nicht.

das Team

Gavin Meissner – Arthron Schule

🐴 Gavin Meissner/ Leitung & Fachausbildung

Thies Böttcher – Arthron Schule

🐴 Thies Böttcher / Leitung & Fachausbildung

Barbara Lingmann – Arthron Schule

🐴 Barbara Lingmann/ Tierärztin