Osteopathie und manuelle Therapie sind die Basis unserer Arbeit. Während sich diese Methoden im Humanbereich stetig weiterentwickeln, bleibt der Pferdebereich oft traditionell. Wir
schließen diese Lücke.
Wir arbeiten nicht dogmatisch, sondern verbinden bewährte osteopathische Prinzipien mit aktuellen Erkenntnissen aus Anatomie, Biomechanik, Neurophysiologie und Körperarbeit. Unser Ziel:
Pferden wirksam und respektvoll zu helfen.
Da das stehende Pferd andere Voraussetzungen hat als der liegende Mensch, entwickeln und adaptieren wir Techniken, die wirklich funktionieren. Pragmatismus gehört für uns dazu.
Daher fließen auch andere Ansätze ein – etwa Elemente der Akupunktur (Sonopunktur) des Bewegungsapparates und moderner Körpertherapie. So entsteht eine Ausbildung, die praxisnah,
reflektiert und dem Geist der Osteopathie treu bleibt:
Dem Pferd zuzuhören – und sein Gleichgewicht wiederherzustellen.
Die Behandlung in Bewegung ist ein zentraler Schlüssel für nachhaltige Ergebnisse – sie bildet die andere Seite der Medaille zur manuellen Therapie. Während die Behandlung im Stand
Strukturen löst und Funktionen wiederherstellt, führt erst die gezielte Bewegung dazu, dass das Pferd die neuen Bewegungsideen selbst ausführt und integriert.
Wir orientieren uns dabei an den natürlichen, physiologischen Bewegungen des Pferdes – insbesondere der Wirbelsäule. Auf dieser Grundlage knüpfen wir an klassische Ausbildungsansätze an,
sodass ein fließender Übergang zwischen Bewegungstherapie und den Prinzipien der klassischen Reitlehre entsteht.
So wird die Therapie nicht nur wirksam, sondern auch nachhaltig. Auf diese Weise schließt sich der Kreis zwischen Therapie, Wahrnehmung und Training.
Der Körper ist ein faszinierendes Zusammenspiel aus Muskeln, Faszien und Knochen – ein lebendiges, dreidimensionales Netzwerk, das uns trägt, bewegt und miteinander verbindet.
Die sogenannten myofaszialen Ketten sind dabei wie Autobahnen der Bewegung: Sie lassen Kraft, Spannung und Energie fließen – von Kopf bis Fuß, innen wie außen.
In unserer Ausbildung am arthron sind sie ein wichtiges Element. Ihr lernt, sie zu erkennen, zu verstehen und therapeutisch zu nutzen – in der Befundung, der Behandlung und in der
Bewegungstherapie.
