Osteopathie


Der Anfang der Osteopathie...

...und ihr Weg zu den Pferden


Begründet wurde die Osteopathie (gr. ostéon=Knochen/lat. pathós=Leiden) von dem amerikanschen Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828-1917). Dieser arbeitete zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs als Chirurg, doch wegen der damals noch in ihren Möglichkeiten beschränkten Medizin und dem kaum vorhandenen Wissen über Desinfektion und Bakterien, war die Frustration aufgrund der hohen Sterblichkeitsrate trotz erfolgreicher Behandlung sehr hoch.

 

Angetrieben durch den tragischen Tod von drei seiner Kinder durch eine Rückenmarkshautentzündung, beschloss Still verzweifelt seine anatomischen Kenntnisse zu vertiefen, woraus schließlich ein neues medizinisches Konzept hervorging. Er entdeckte die dem Körper eigenen Selbstheilungskräfte und stellte fest, dass diese bei korrekter Stimulation Krankheiten heilen oder zumindest lindern können.

 

1874 gründete Still in Kirksville, Missouri, die „American School of Osteopathy“. In seinem Todesjahr 1917 gründete ein Schüler von Dr. Still in London die „British School of Osteopathy“, der Beginn der schulischen Ausbildung in Europa.

Osteopathie für Pferde

Als Begründer der Pferdeosteopathie gilt der französische Tierarzt Dr. Dominique Giniaux (1944-2004). Über den Weg der Akupuntur und Akupressur lässt er sich in den frühen 80er Jahren zum Human-Osteopathen ausbilden und beginnt, die Techniken der Osteopathie in die Welt der Pferde zu übertragen. Diese für die Tierwelt neue Behandlungstechnik lehrte er sowohl in Frankreich, den USA als auch in Deutschland.

 

Mittlerweile wird die Osteopathie in verschiedene Zweige unterteilt. Man unterscheidet: