Unsere Schwerpunkte in der Pferdetherapie


Pferdeosteopathie/ manuelle Therapie am Pferd

Ein Großteil unserer täglichen Arbeit am Pferd basiert auf der manuellen Therapie am Pferd, die wir beide bei Tanja Richter an Ihrem MTAP-Institut (manuelle Therapie am Pferd) erlernt haben. Im Gegensatz zur allgemeinen Meinung, steht der Begriff  "manuelle Therapie" nicht stellvertretend für alle Behandlungsmethoden, die manuell ausgeführt werden. Es ist eine Ausbildungsmethode, welche sich aus der Osteopathie und Chiropraktik entwickelt hat, deren Vorteile zusammenbringt und dabei sehr schonend ist. Aktuell stehen auf der Liste des MTAP bundesweit keine 50 Therapeuten. Die MTAP-Ausbildung ist bisher eine reine Zusatzausbildung für bestehende Therapeuten.
Ergänzt wird diese Arbeit durch osteopathische und physiotherapeutische Techniken, die das Weichgewebe zum Ziel haben. Viele dieser teils überaus sanften Techniken basieren auf der gezielten Beeinflussung des Nervensystems des Pferdes, welches dazu führt, dass sich Blockierungen in den Gelenken lösen und Muskeln entspannen. Wir vermitteln also Bereiche aus der manuellen Therapie, der Osteopathie und Physiotherapie. Wir haben auch einen "Katalog" an Techniken, die wir nicht nur selbst benutzen, sondern auch in den Behandlungen an den Kunden weitergeben, da diese recht einfach und ohne Risiken praktiziert werden können.

Bewegungstherapie

Viele der Probleme, welche man als Pferdeosteopath zu behandeln hat, entstehen durch lang bestehende, falsche Bewegungsmuster, nicht selten ausgelöst durch Haltung und Training. Die berühmten Unfälle auf der Weide oder am Anbinder  sind recht selten und auch dann oft nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.
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Es ist leider meist nicht ausreichend, das Pferd lediglich im Stand zu behandeln. Die Bewegungsmuster können danach immer noch pathologisch (also schädigend) sein. Es ist wichtig, nach der Behandlung im Stand die korrekten Bewegungsmuster ins Pferd zu bringen. Oft ist es sogar so, dass man bestimmte Probleme in Bewegung besser behandeln kann als im Stand. 

Das Verständnis für die korrekten Bewegungsmuster sind natürlich auch schon in der Befundung von Vorteil, und nicht selten muss der Therapeut aufklärend eingreifen, damit der Kunde sich über schädigendes Training bewusst wird.
In der Ausbildung sollen die Fähigkeiten vermittelt werden, Bewegungsmuster einzuordnen und bewusst beeinflussen zu können. Dies bildet auch den Übergang ins Training, bei der ein Therapeut im Idealfall Hand in Hand mit dem Reitlehrer oder Pferdebesitzer  zusammenarbeitet.

Während natürlich die Befundung als auch Therapie in Bewegung immer eingesetzt werden kann, sind für eine grundlegende Veränderung der Bewegungsmuster mehrere Sitzungen oder sogar die Umstellung des Trainings  notwendig. Hier ist man auf das Verständnis und Einsicht des Besitzers angewiesen, der dementsprechende Aufklärung nötig hat.

Hufbefundung und Diagnostik

Die Hufform wird zwischen Pferd und Boden geformt. Die Bewegungsmuster als auch die Bodenverhältnisse haben eine immense Bedeutung  für den korrekten Huf. Bis zu einem gewissen Grad kann die Hufform durch Therapie und Training positiv beeinflusst werden. 
Ab einem gewissen Zustand jedoch wird die Hufform zur eigenen Problematik, sie hält ab diesem Zustand das Pferd in seinen falschen Bewegungsmustern. Um hier Abhilfe zu schaffen, müssen Therapie, Bewegungstraining und Hufbearbeitung Hand in Hand gehen. Der Therapeut muss sich fachkundig mit dem Hufbearbeiter austauschen können.
Dazu gehört auch die Fähigkeit, den Zustand des Hufes korrekt einzuschätzen und Empfehlungen geben zu können. Es gibt Zustände im Huf, die behoben werden müssen, bevor manuelle Behandlungen überhaupt sinnvoll sind.

Dies ist ein Bereich, der in vielen Ausbildungen zu kurz kommt. Viele Gespräche, bei denen wir Kollegen interviewt haben, ergaben, dass die Hufe fast immer zu kurz kamen. Da die Hufe jedoch eine der Schlüsselstellen am Pferd sind, legen wir genau darauf besonderen Wert, welches sich widerspiegelt durch 5 1/2 Ausbildungstage zu dieser Thematik. Wir haben zum Glück eine Dozentin gefunden, welche seit fast 10 Jahren intensiv mit Osteopathen zusammenarbeit und mittlerweile selbst eine Osteopathieausbildung macht.

Ein weiterer spannender Bereich liegt in der Hufdiagnostik: Es ist aufgrund der oben genannten Zusammenhänge möglich, bestimmte osteopathische Befundungen bereits an der Hufform zu erkennen. Dies gibt einem ein weiteres Mittel der Befundung an die Hand sowie zusätzliche Sicherheit in der Diagnosestellung.

ANMERKUNG: Es geht in diesem Bereich NICHT um die Fähigkeit, einen Huf zu bearbeiten. Bearbeitungen finden nicht statt, dazu gibt es die Hufspezialisten.


Behandlungstechniken am Pferd


Am Ende des "Tages" geht es immer darum, welche Behandlungstechniken dem Therapeuten am Pferd zur Verfügung stehen. Wir stellen euch hier noch einmal kurz und knapp diese Techniken vor:

 

  • osteopathische Techniken aus dem parietalen, faszialen und craniosakralen Sektor
  • manualtherapeutische Techniken
  • Bewegungstherapie/ aktive Rehabilitation
  • physiotherapeutische Techniken
    • klassische Massagen
    • Kälte/- Wärmeanwendungen ( u. a. Moxibution)
    • Schröpfmassage
    • Dehnungen
  • "arthron-Bodywork" Konzept

Weitere Inhalte der Ausbildung/Agenda:


  • Anatomie
  • Physiologie und Pathologie des Bewegungsapparates (Muskeln, Knochen, etc.)
  • Kunde der myofaszialen Ketten
  • Sensomotorik
  • Biomechanik und Bewegungslehre
  • Ausrüstung und Sattelkunde
  • Hufbefundung und Diagnostik
  • etc...